Klimawandel und Bevölkerungsdruck fordern Umdenken

Der Klimawandel setzt die Bauern in Ladakh massiv unter Druck. Er zeigt sich in Wasserarmut, unter der die Bauern zu leiden haben.  Grund: Es fällt im Winter zu wenig Schnee, was dazu führt, dass das Schmelzwasser im Sommer für die Bewässerung der Felder nicht ausreicht.

 

Lamayuru

Die Bauern in Lamayuru haben einen Teich angelegt, der aus einer nahen Quellen gespiesen wird.

 

Hinzu kommt der steigende Bevölkerungsdruck. Tausende von Kashmiris lassen sich im Sommer in Ladakh nieder und wollen vom boomenden Tourismus mitprofitieren. Das führt zu einer Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt, den die Bauer nur mit Mühe bestehen.  Es fehlt an Feldarbeitern.

Sollte der neue Tunnel am Zojila-Pass (siehe Bild oben, Pilgerlager auf der Kaschmir-Seite des Passes) der  in einigen Jahren eröffnet werden, wird Ladakh ganzjährig mit Gemüse und anderen Agrarprodukten aus Kashmir/Indien beliefert werden können.  Damit würden die lokalen Agrarprodukte von Billigprodukten aus Indien konkurrenziert. Es braucht also Optionen. Hochwertige Gerste ist eine Alternative.

Yeti Food Ladakh und ähnliche Projekte können deshalb ein Element einer Gesamtlösung sein, die vermehrt auf Qualität und höhere Wertschöpfung setzt.

2 replies on “Klimawandel und Bevölkerungsdruck fordern Umdenken

  • Bianca-Maria

    Lieber Wangpo,
    Auch ich war ja dieses Jahr in Ladakh. Einerseits habe ich im TCV Choglamsar gesrpund war dann noch 1 Woche Trekking. Ich habe ähnliche Klagen der Bauern gehöpund im TCV auch, dass Tsampa zu teuer geworden sei, weil die Bauern das Land lieber als Bauland verwenden würden! Grosse Oribleme überall. Auch in Mcloyd Ganij ist es ja nicht anders: Die Kashmiri nehmen Ihnen die Jobs weg und die dicken Punjabi-Autos verstopfen die Strassen. Ein Ende oder Lösung scheint nicht in Sicht! LG BIANCA

    • Wangpo

      Ja, das schnelle Geld des Tourismus lockt auch die Bauern. Tourismus gleich Fluch und Segen.

      Es müssen deshalb langfristig wirksame Anreize für die Bauern gefunden werden. Das heisst im wesentlichen gute Preise über eine lange Zeit mit der Möglichkeit, besser an der Wertschöpfungskette teilzuhaben und nicht nur Lieferant von rohen Produkten zu sein.

      Es wäre katastrophal, wenn nach und nach die traditionelle Landwirtschaft aus Ladakh verschwinden würde. Die Gefahr ist real.

      The struggle must go on!

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